Verband landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder in Bayern e.V.

BBiA - Erfahrungsaustausch mit den Vorsitzenden der Prüfungsausschüsse und des VLM Bayern

Einmal jährlich treffen sich die Vorsitzenden der Meisterprüfungsausschüsse mit den Vorsitzenden des VLM Bayern zu einem gemeinsamen Austausch. Die diesjährige Veranstaltung fand in der Aula des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Roth statt.

Zu dem Gespräch lud die Geschäftsstelle des Berufsbildungsausschusses und das Referat Bildung und Schulwesen in der Agrarwirtschaft und im Gartenbau des Landwirtschaftsministeriums - in Absprache mit dem VLM - ein. Auch die Vorsitzenden des Berufsbildungsausschusses und die Leiter der für die Meisterprüfung zuständigen Fortbildungszentren nahmen daran teil.

BBiA-Erfahrungsaustausch mit den Vorsitzenden der Meisterprüfungsausschüsse und des VLM Bayern

BBiA-Erfahrungsaustausch mit den Vorsitzenden der Meisterprüfungsausschüsse und des VLM Bayern

Dass in die Bildung vor allem Zeit investiert werden müsse, das stellte keiner der Teilnehmer in Frage. Vor allem die Qualität der landwirtschaftlichen Ausbildung wurde hervorgehoben. Der Ausbildungsweg bis zum Agrarbetriebswirt könne auf eine Stufe mit dem Bachelor gestellt werden. Die Unternehmen müssten sensibilisiert werden, ihre Jobangebote so anzubieten, dass sich auch Absolventen einer qualitativ hochwertigen praxisnahen Ausbildung angesprochen fühlen.

Mit der Einrichtung des Lehrerportals hat das Ministerium für eine sehr effektive Unterstützung der Lehrkräfte gesorgt. Die beachtliche Anzahl der monatlichen Zugriffe auf das Lehrerportal würden dies bestätigen. Eine ähnliche Plattform für die Berufsschullehrer im Bereich Landwirtschaft wäre wünschenswert, meinen die Beteiligten.

Es wurde angemerkt, dass die Kritik an der Berufsschulqualität zunimmt. Weiterbildungsprogramme für Berufsschullehrer seien dringend erforderlich! Es werde Kontinuität in der Bildung benötigt, der Bildungsplan müsse hierbei aus einer Hand kommen. Der Dialog mit dem Kultusministerium und die Kooperation mit den Berufsschullehrern sollte forciert und intensiviert werden.

Des Weiteren wurde darüber diskutiert, dass zu wenig junge Menschen den Besuch einer Höheren Landbauschule anstreben und wahrnehmen. Ein zukünftiger Betriebsleiter braucht die Fortbildung an der HLS zum Agrarbetriebswirt, dies müsse als dringende Botschaft nach draußen getragen werden. Dabei gilt es auch gute und bereits frühe Informations-Arbeit gegenüber den Eltern und Jugendlichen zu leisten.

Ebenso war man sich einig, dass die Attraktivität der gesamten Agrarberufe nach außen noch intensiver dargestellt werden müsste. Dabei sei es wichtig, möglichst früh, also bereits in der 7./8. Klasse, in den Schulen für die Agrarberufe zu werben. Es wurden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, wie die Werbung noch effektiver gestaltet werden könne.

Der Vorsitzende des VLM Bayern Harald Schäfer bedankt sich für den konstruktiven Austausch und begrüßt ein jährliches Zusammenkommen der Beteiligten.